Mehr exklusive Body Positivity?

Inspirierende Bücher über Body Positivity zum Lernen und Wohlfühlen

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Body Positivity ist in aller Munde. Deshalb findet sich in den Buchläden eine immer größere Auswahl an Literatur rund um Körperakzeptanz und Selbstliebe. Marshmallow Mädchen stellt dir inspirierende Bücher über Body Positivity zum Lernen und Wohlfühlen vor.

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Hast du schon einmal ein Buch über Body Positivity gelesen, das eigentlich nur eine verkappte Diät oder Wischiwaschi-Selbstliebe („Wenn du das und das an dir änderst, darfst du dich vielleicht nicht mehr ganz so hassen…“) propagiert hat? Damit du deinen Körper akzeptieren lernen kannst, findest du im Folgenden Bücher, die sich wirklich mit Body Positivity auseinandersetzen (→ Body Positivity Kritik: Was Body Positivity nicht ist).

Einige gehen dabei autobiografisch an die Thematik heran, andere setzen auf den Wohlfühlfaktor – und manche sind auch eine Mischung davon. Fiktive Geschichten mit dicken Heldinnen findest du übrigens hier.

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„Dem Meer ist es egal, ob du eine Bikinifigur hast: Ein Plädoyer für mehr Selbstliebe“ von Miyabi Kawai

Ertappt, könnte man bei Miyabi Kawais „Dem Meer ist es egal, ob du eine Bikinifigur hast“ sagen. Denn authentisch und selbstironisch beschreibt die Autorin Situationen, in denen vor allem Frauen meist überkritisch sind (→ Selbstbewusst in Badeanzug und Bikini).

Die Modedesignerin und Stylistin setzt sich in ihrem Selbstliebe-Buch mit dem Selbstoptimierungswahn und der ständigen Kritik durch Medien und Umwelt auseinander. Auf unterhaltsame und lustige Art und Weise plädiert sie dafür, sich davon zu lösen und endlich zu lernen, sich selbst zu lieben.

Miyabi Kawai überzeugt mit lockerer Schreibe und Kurzweil bei einem Thema, das schwer wiegt. Denn so ernsthaft und dramatisch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperbild auch sein mag, es schadet nicht, eine gehörige Portion Selbstironie mitzubringen und skurrilen, wenn auch belastenden Alltagssituationen mit Humor zu begegnen (→ Fat Shaming: Wie man mit Beleidigungen umgeht).

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Thalia: „Dem Meer ist es egal, ob du eine Bikinifigur hast: Ein Plädoyer für mehr Selbstliebe“ von Miyabi Kawai*

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„Fat! So?: Because You Don’t Have to Apologize for Your Size“ von Marilyn Wann (Englisch)

Was, wenn du dick bist – und erfolgreich und glücklich und gesund? Marilyn Wann erklärt dir in ihrem body-positiven Buch „Fat! So?“, warum das kein Widerspruch ist. Fakten und lustige Anekdoten beweisen, dass du mit jedem Gewicht gesund, glücklich und erfolgreich sein kannst (→ Verursacht Mehrgewicht Krankheiten?).

Marilyn Wann ist schon seit den 90er Jahren als Body-Positivity-Aktivistin unterwegs. Sie kämpft gegen die Diskriminierung dicker Menschen und ist eine vehemente Verfechterin von Health at Every Size, einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis.

Ihr Buch „Fat! So?“ ist aus der jahrelangen Beschäftigung mit den Themen Body Positivity und Fett-Aktivismus entstanden. Deshalb enthält es neben Erklärungen auch alltagstaugliche Antworten auf diskriminierende und beleidigende Kommentare, denen dicke Menschen in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind (→ Hau ab, du fette Sau! (Fat Shaming)).

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„Curvy. Mein Weg zu mehr Selbstbewusstsein und Glück“ von Sarina Nowak

Sarina Nowak war einst zu dick, um Germany’s Next Topmodel zu werden; zum Topmodel hat sie es trotzdem gebracht. Die Niedersächsin ist natürlich alles andere als mehrgewichtig, in der Modebranche ticken die Uhren jedoch anders (→ Was ist Plus Size?). Jahrelang hat sich Sarina Nowak deshalb gequält, um den Schlankheitsidealen zu entsprechen, wurde aber letztlich als Model doch gekündigt, weil: „zu dick“.

Von da an verzichtet sie aufs Hungern und Size Zero – und wird Model, nicht trotz, sondern wegen ihrer Figur. Als Curvy Model wird sie erfolgreicher denn je. Genau das macht ihre Geschichte so inspirierend: Eine Frau widersetzt sich überholten Idealvorstellungen (→ Selbstbewusst trotz Übergewicht? Das geht!). Statt zu scheitern, wird sie von Erfolg gekrönt und lernt selbst eine Menge darüber, wie wichtig es ist, den eigenen Körper anzunehmen.

„Curvy. Mein Weg zu mehr Selbstbewusstsein und Glück“ ist ein Buch über Magerwahn, Erfolgsdruck und Body Positivity. Die Tipps, wie Sarina Nowak es geschafft hat, ihren Körper in einer Welt der Schlankheit und Perfektion liebevoll zu akzeptieren, gibt sie in an die geneigte Leserin weiter.

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„Body Positivity – Liebe deinen Körper: Vergiss Diäten und begrüße dein Leben“ von Megan Jayne Crabbe

Megan Jayne Crabbe wurde unter dem Namen Bodyposipanda zum körperpositiven Vorbild. Sie geht in ihrer Biografie mit diskriminierenden Vorurteilen und ihrer Essstörung offen um – denn daraus hat sich ihr Kampf für Body Positivity entwickelt.

Der Ansatz in ihrem Buch ist so simpel wie revolutionär: Es geht nicht darum, welchen Körper du gerne hättest, sondern darum, welchen du hast. Für dich sollte nicht ausschlaggebend sein, was andere für gesund oder schön halten, sondern dein eigenes Wohlbefinden, das du für dich persönlich definieren darfst (→ Macht Abnehmen dich glücklicher?). Dabei geht die Britin hart ins Gericht mit dem Schlankheitswahn in unserer Gesellschaft.

Megan Jayne Crabbe nimmt ihre Leser_innen empathisch an die Hand. Ihre eigenen Erfahrungen sowie fundierte Erkenntnisse begleiten dich dabei, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und deinen Körper zu umarmen.

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„Fuck Beauty! Warum uns der Wunsch nach makelloser Schönheit unglücklich macht und was wir dagegen tun können“ von Nunu Kaller

Die Österreicherin Nunu Kaller weiß, wie es ist, sich nicht schön zu finden. Sie begibt sich auf die Spuren ihrer eigenen Geschichte, um herauszufinden, woher dieses Gefühl eigentlich kommt.

Dabei deckt sie die großen Fehlannahmen unserer Gesellschaft auf, die Macht der Medien und vor allem der Sozialen Medien. Mehr noch, Nunu Kaller stellt die wichtigste Frage rund um Schönheitsideale: Warum ist Schönheit eigentlich so verdammt wichtig? Und kommt zu der Antwort:

Schönheit ist gar nicht wichtig – also: Fuck Beauty! Es geht darum, sich wohlzufühlen, zufrieden und glücklich zu sein und die eigene Lebensqualität zu spüren. Und das funktioniert am besten, wenn man Schönheitsideale und Selbstoptimierungswahn hinter sich lässt (→ Warum wir das Schönheitsideal überwinden müssen).

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Thalia: „Fuck Beauty! Warum uns der Wunsch nach makelloser Schönheit unglücklich macht und was wir dagegen tun können“ von Nunu Kaller*

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„Am I Ugly?“ von Michelle Elman (Englisch)

Michelle Elman hat in ihrem Leben schon eine ganze Menge durchgemacht. 15 Operationen musste sie als Kind über sich ergehen lassen. Das Resultat sind Narben, körperliche und seelische. Außerdem ist Michelle dick.

In der Autobiografie „Am I Ugly?“ nimmt sie uns mit auf ihre Reise zu Body Positivity, indem sie maßgebliche Fragen beantwortet, die uns als (dicken) Frauen im Leben begegnen und uns zerreißen können. Die Antworten, die die Autorin auf diese Fragen gefunden hat, sind jene, die uns zeigen, warum es so wichtig ist, mit sich selbst Frieden zu schließen (→ Wenn du deinen Körper nicht lieben kannst).

Heute ist Michelle Elman eine weltweit anerkannte Größe in der Body-Positivity-Bewegung. „Am I Ugly?“ ist ein lebendiges Buch über Body Positivity, keine schnöde Theorie, sondern eine Erinnerung daran, warum es lebensnotwendig ist, sich selbst mit Liebe zu begegnen.

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Thalia: „Am I Ugly?“ von Michelle Elman*

„Embrace Yourself: Wie wir bedingungslose Selbstliebe finden“ von Taryn Brumfitt

Taryn Brumfitt ist vielen durch ihren Body-Positivity-Film „Embrace“ ein Begriff, der in den Kinos jede Menge feuchte Augen hinterlassen hat, weil er so berührend ehrlich ist.

In ihrem Buch „Embrace Yourself“ erzählt Taryn Brumfitt neben der Entstehungsgeschichte des Films auch ihre eigene auf der Reise zu einem positiven Selbstbild. Die Fakten aus dem Film werden hier noch einmal aufbereitet und ergeben gemeinsam mit den autobiografischen Ausführungen eine Inspiration für die eigene Selbstliebe.

Für Tary Brumfitt ist es essenziell, dass du verstehst, dass du dich selbst umarmen sollst – und zwar jetzt, so wie du bist. Das body-positive Buch „Embrace Yourself“ kann dir dabei helfen, das nötige Selbstmitgefühl zu erlernen und zuzulassen (→ Wenn du deinen Körper nicht lieben kannst).

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Thalia: „Embrace Yourself: Wie wir bedingungslose Selbstliebe finden“ von Taryn Brumfitt*

Medimops (gebraucht): „Embrace Yourself: Wie wir bedingungslose Selbstliebe finden“ von Taryn Brumfitt*

„Fa(t)shionista: Rund und glücklich durchs Leben“ von Magda Albrecht

Die Autorin und body-positive sowie queer-feministische Aktivistin Magda Albrecht erzählt in „Fa(t)shionista“ ihre Geschichte als dicke Frau. Das Buch ist also stark autobiografisch geprägt, doch in der Rückschau geht die Autorin immer wieder darauf ein, warum so vieles, was wir über sogenanntes „Übergewicht“ zu wissen glauben, einfach nicht stimmt.

Ein hohes Gewicht ist nicht das Problem – auch kein gesundheitliches – und Diäten sind nicht die Lösung. Es geht Magda Albrecht darum, andere Antworten zu finden und diese kumulieren sich in: Selbstbewusstsein. Denn wer selbstbewusst ist, kann auch rund glücklich sein. Sie tritt für eine vielfältige Gesellschaft ein, in der dicke Menschen ein Teil der Norm(alität) sind.

Der Titel „Fa(t)shionista“ ist etwas irreführend, regt er doch die Assoziation mit Fashion, also Mode an. Magda Albrechts Geschichte ist jedoch kein Mode-Buch, vielmehr ist der Begriff Fa(t)shionista als Lebensgefühl zu verstehen – das Lebensgefühl einer glücklichen, stolzen und selbstbewussten dicken Frau.

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Thalia: „Fa(t)shionista: Rund und glücklich durchs Leben“ von Magda Albrecht*

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„Embody: Learning to Love Your Unique Body (and quiet that critical voice!)“ von Connie Sobczak

Connie Sobczak, eine der Gründerinnen der Organisation The Body Positive, hat mit „Embody“ ein sehr liebevolles und sensibles Buch zu den Themen Körperbild, Selbstliebe und Essstörungen geschrieben. Grundmotiv der Body-Positivity-Aktvisitin ist, dass jeder Mensch das Recht hat, seinen eigenen Körper zu lieben. Mit dem Health-at-every-size-Ansatz trennt sie sich außerdem von dem Gedanken, Übergewicht „heilen“ zu müssen.

„Embody“ ist ein body-positives Buch, das zur praktischen Anwendung gedacht ist. Connie Sobczak gibt zahlreiche Anregungen, wie du lernen kannst, mit deinem Körper und deinem Essverhalten Frieden zu schließen. Dabei legt sie besonderen Wert darauf, kein standardisiertes Programm anzubieten, sondern dir die Möglichkeit zu geben, die Werkzeuge zu finden, die zu deiner individuellen Situation und in dein Leben passen.

„Embody“ gehört zu den wenigen Büchern, die zwar konkrete Anleitungen geben, sich aber nicht in Dogmen verlieren. Vielmehr wünscht sich Connie Sobczak, dass du deine eigenen Schlüsse ziehst und deinen persönlichen Weg findest. Das Buch ist bisher nur auf Englisch erschienen.

„Radikale Selbstliebe: Feier dich selbst!“ von Gala Darling

Die New Yorkerin Gala Darling ist auf einer Mission: Sie will allen Frauen beibringen, wie sie sich bedingungslos lieben lernen. „Radikale Selbstliebe“ ist insofern bemerkenswert in dieser Liste von Büchern über Body Positivity, als dass Gala Darling auch mit spirituellen Ansätzen arbeitet. Dabei ist das Buch alles andere als esoterisches Chichi, vielmehr nutzt die Autorin spirituell-psychologische Methoden, um dir zu helfen, dich und deinen Körper anzunehmen.

Manche von Galas Tipps mögen zunächst seltsam anmuten, vielleicht sogar lustig oder verrückt, aber die meisten, die dieses Buch gelesen haben, empfehlen, die Techniken – vom „Date mit dir selbst“ über Stylingideen bis zum Tapping – auszuprobieren und sich darauf einzulassen.

Die Aufgaben in „Radikale Selbstliebe“ kannst du gezielt durcharbeiten oder aber dieses sehr motivierend und einfühlsam geschriebene Buch immer wieder hervorholen, wenn du feststeckst. Besonders geeignet ist der Ansatz von Gala Darling auch, um zu lernen, die eigene Komfortzone Stück für Stück zu erweitern.

„The Body is not an Apology: The Power of Radical Self-Love“ von Sonya Renee Taylor

Die Aktivistin Sonya Renee Taylor hat mit „The Body is not an Apology“ ein body-positives Manifest für radikale Selbstliebe geschrieben. In ihrem Buch beschäftigt sie sich auch mit den Systemen, die unsere Körperunsicherheit aufgebaut haben und ausnutzen.

Besonders interessant dürfte für viele das Kapitel über Scham und Schuld sein, sind das doch oft die tiefergehenden Gedankenmuster, die dem Körperhass vorangestellt sind. Um diese Gefühle zu überwinden, empfiehlt Sonya Renee Taylor radikale Selbstliebe (sie erklärt auch, warum diese radikal sein muss). Mit dieser können wir uns nicht nur selbst, sondern auch die Gesellschaft heilen.

Die Themen, die „The Body is not an Apology“ behandelt, sind tiefgründig. Deshalb ist das Buch nicht unbedingt zum Nebenbei-Lesen geeignet. Wer sich jedoch auf Sonya Renee Taylors Ideen zur Auflösung der systematisch indoktrinierten Körperscham einlassen kann, wird nochmals mit einer ganz anderen Perspektive auf Body Positivity belohnt. Das Buch ist bisher nur auf Englisch erschienen.

„Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen“ von Sandra Wurster

Vom Baucheinziehen bekommt man nur Bauchschmerzen, meint die Bauchfrau Sandra Wurster. In ihrem Motivationsbuch „Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen“ möchte sie dich dazu animieren, das Leben zu feiern, statt deine Zeit mit belanglosen Dingen – wie deinem Bauch – zu verschwenden.

Von ihrer eigenen Geschichte kommt Sandra Wurster zur Erkenntnis, dass die eigentlich Problemzone in den Gedanken liegt. Sie zeigt auf, wo unsere Glaubenssätze zu Problemen führen (→ Body-positiv leben: Negative Glaubenssätze erkennen und auflösen) und gibt anschauliche „Bauchtipps“, um aus dieser Falle zu entkommen.

„Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen“ setzt an einem für die Body Positivity wesentlichen Punkt an: Wie viel Zeit vergeude ich eigentlich damit, mich selbst zu hassen und mir Dinge zu verwehren, die ich gerne machen möchte? Kurzweilig und unterhaltsam nimmt die Autorin diese Frage unter die Lupe und plädiert für mehr „Bauchliebe“.

„Hot & Heavy: Fierce Fat Girls on Life, Love & Fashion“ von Virgie Tovar

Die Fett-Aktivistin und Sexpertin Virgie Tovar hat mit „Hot & Heavy“ einen Sammelband herausgebracht, in dem verschiedenen Frauen aus der Body-Positivity-Bewegung ihre Geschichten erzählen. Im Grunde aller Beiträge geht es darum, Schlankheit nicht als das Maß aller Dinge anzusehen.

Stattdessen zeigen die Autorinnen auf, welche positiven Seiten das Leben als dicker Mensch hat, dass man als hochgewichtiger Mensch nicht unwert ist. Besonders wichtig ist es ihnen, eine inklusive Community aufzubauen, in der sich jede*r wohlfühlen kann. Neben ihren eigenen Geschichten geben sie dehalb zahlreiche Tipps, vom dickenfreundlichen Kleiderschrank, über dickes Go-go-Tanzen bis hin zu Urban Gardening (→ Warum du dicke Heldinnen brauchst).

„Hot & Heavy“ ist ein motivierendes Buch mit aktivistischem Hintergrund. Es beantwortet erst gar nicht die Frage, ob mit Dicken irgendetwas „falsch“ ist, sondern geht wie selbstverständlich davon aus, dass das Leben als dicker Mensch ein fantastisches Abenteuer ist. Und das ist wahnsinnig erfrischend. Das Buch ist bisher nur auf Englisch erschienen.

„Selbstbewusst ist das neue Sexy“ von Sophia Faßnacht und Verena Prechtl

Verena Prechtl trägt Größe 48, Sophia Faßnacht Größe 34. Beiden ist Body Shaming nicht fremd. Als The Skinny and the Curvy One sind sie bereits seit Längerem als Blogerinnen aktiv und zeigen, dass es sowohl so als auch so geht und die Kleidergröße überhaupt nichts mit der Lebensfreude zu tun hat.

Trotzdem kennen es beide Frauen, für ihren Körper kritisiert zu werden – zu dick, zu dünn. In ihrem Buch „Selbstbewusst ist das neue Sexy“ hinterfragen sie Schönheitsideale und Rollenklischees. Ihre Antwort auf Body Shaming ist klar: Selbstbewusstsein – denn das ist immer sexy.

Das body-positive Buch erzählt emotional, persönlich und unterhaltsam von Erfahrungen und Erkenntnissen rund um Body Shaming, Body Positivity und Selbstbewusstsein.

„Lessons from the Fat-o-sphere: Quit Dieting and Declare a Truce with Your Body“ von Kate Harding und Marianne Kirby

27 hilfreiche und umsetzbare Tipps, um deine Einstellung zu Diät und Gewicht zu verändern, teilen die Bloggerinnen Kate Harding und Marianne Kirby mit dir. In „Lessons from the Fat-o-sphere“ lernst du zum Beispiel, dass Diäten nicht funktionieren, wie du dickenfreundliche Ärzte findest und wie du aufhörst, dich und andere Frauen ständig zu bewerten.

Das body-positive Buch hat einen Health-at-every-size-Ansatz und erklärt dir eindrücklich, dass Bewegung und Essen dein Wohlbefinden steigern können, ganz unabhängig davon, ob du dadurch Gewicht verlierst. Darüber hinaus findest du in „Lessons from the Fat-o-sphere“ zahlreiche Geschichten von verschiedenen Frauen, die zeigen, dass ein Leben in Frieden mit dem eigenen Körper möglich ist.

Offenherzig und ehrlich gehen Kate Harding und Marianne Kirby an die Thematik heran, setzen sich mit der Rolle der Medien und aktueller Forschung auseinander. Ihr Ziel ist es, dich dabei zu unterstützen, einen positiven Blick auf deinen Körper zu gewinnen – oder wenigstens einen Waffenstillstand mit ihm auszuhandeln. Das Buch ist bisher nur auf Englisch erschienen.

„Finde dich gut, sonst findet dich keiner: Wie du lernst, dich selbst zu lieben, und dabei unwiderstehlich wirst“ von Paula Lambert

Paula Lambert ist bekannt als Beziehungs- und Sexratgeberin und deshalb nehmen diese Themen auch in ihrem Selbstliebe-Buch „Finde dich gut, sonst findet dich keiner“ eine große Rolle ein (→ 6 Vorurteile über Curvy Sex, die du ab sofort vergessen kannst). Es stimmt ja auch: Fehlende Akzeptanz für den eigenen Körper und das eigene Selbst führt oftmals auch zu Problemen in den Beziehungen zu anderen Menschen (→ Ich bin zu dick, um einen Partner zu finden).

Besonders spannend an Paula Lamberts Ansatz ist jedoch, dass sie zunächst aufzeigt, auf welche Art und Weise es sich überhaupt ausdrückt, wenn die Selbstliebe fehlt. So beginnt jedes der Kapitel im Buch mit „Du liebst dich nicht genug, wenn…“ und bietet dann Lösungen für die einzelnen Punkte an.

Mit ihrer Expertise in Beziehungs- und Sexthemen kann Paula Lambert aus einer anderen Perspektive auf die Selbstliebe-Thematik schauen. Zwar ist die Liebe zum Selbst ein innerer Prozess, aber dieser hat auch immer Auswirkungen auf das Außen und vor allem auf die Beziehungen, die wir mit anderen Menschen eingehen.

„Landwhale: On Turning Insults Into Nicknames, Why Body Image Is Hard, and How Diets Can Kiss My Ass“ von Jes Baker

In „Landwhale“ von „The Militant Baker“ Jes Baker berichtet sie über ihre eigenen Erfahrungen als dicke Frau und was sie daraus gelernt hat.

Jes‘ Geschichten sind dabei Geschichten, die viele dicke Frauen kennen und unter denen sie leiden. Deshalb ist „Landwhale“ ein zutiefst emotionales Buch. Nicht umsonst ist dem Buch eine Triggerwarnung vorangestellt (Selbsthass, Essstörungen, chirurgische Eingriffe, Diäten).

Bücher von Jes Baker zu lesen, kann hart sein, denn sie ist eine schmerzhaft offene, ehrliche und authentische Person, die mit nichts hinter dem Berg hält. Aber manchmal ist es genau dieser Spiegel, der notwendig ist, damit du auf deiner Reise zu Body Positivity weiterkommst. Das Buch ist bisher nur auf Englisch erschienen.

„Love your body und schließe Frieden mit dir selbst“ von Morena Diaz

Die body-positive Bloggerin Morena Diaz fordert dich in „Love your body und schließe Frieden mit dir selbst“ auf, den Selbstliebe-Rebell in dir zu finden. Denn sie ist davon überzeugt, dass in jeder*m von uns ein*e Selbstliebe-Rebell*in schlummert, der*die nur geweckt werden muss!

Anhand ihrer eigenen Erfahrungen geht die Schweizerin chronologisch die Punkte ab, die uns daran hindern, uns selbst anzunehmen und zu lieben. So zeigt sie Wege aus der Diätdenke auf (→ Ich will nicht abnehmen) und erklärt, wie du Frieden mit deinem Körper schließen kannst.

„Love your body und schließe Frieden mit dir selbst“ ist ein liebevolles und einfühlsames Buch über Body Positivity. Es gibt konkrete Ratschläge, wie du es schaffen kannst, deinen Körper zu akzeptieren und gängige Body-Shaming-Denkmuster zu überwinden.

„Warte nicht auf schlanke Zeiten: Ein Buch für starke Frauen“ von Renate Göckel

Als „Warte nicht auf schlanke Zeiten“ 2002 erschien, war der Begriff Body Positivity noch gar nicht erfunden. Dennoch ist es ein Buch über Body Positivity, wenn auch mit Abstrichen.

Die Psychologin Renate Göckel ergründet die seelischen Ursachen für Übergewicht, indem sie die Frage aufwirft: „Wozu bin ich dick?“ Außerdem beschäftigt sich das Buch durchgängig mit Essstörungen und emotionalem Essen. Einziges – aber leider auch schwerwiegendes – Manko ist, dass Übergewicht in starren Kategorien gedacht und die Abnahme („Übergewicht überwinden“) als Lösung dargestellt wird.

Der Kerngedanke von „Warte nicht auf schlanke Zeiten“ bleibt davon jedoch unberührt: die Aufforderung, das Leben jetzt zu genießen. Damit du an diesen Punkt gelangen kannst, wenn du jahrelange Diskriminierung wegen deines Gewichts erlebt hast, hilft Renate Göckel dir professionell dabei, deine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und deine wirklichen Bedürfnisse aufzudecken.

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Titelfoto: AllGo
letzte Aktualisierung: 03.02.2023

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