Body Positivity: Bücher mit dicken Heldinnen

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Dicke Protagonistinnen in Büchern gibt es selten. Dicke Frauen treten, wenn überhaupt, als lustige Sidekicks oder für Männer dauerdiätende Selbstzweiflerinnen auf. Keine guten Identifikationsfiguren. Deshalb hat Marshmallow Mädchen sich in verschiedenen Genres auf die Suche nach Büchern mit dicken Heldinnen begeben, die jenseits von Schönheitsidealen und Diäten existieren.

Dicke Protagonistinnen in Büchern gibt es selten. Dicke Frauen treten, wenn überhaupt, als lustige Sidekicks oder für Männer dauerdiätende Selbstzweiflerinnen auf. Keine guten Identifikationsfiguren. Deshalb hat Marshmallow Mädchen sich in verschiedenen Genres auf die Suche nach Büchern mit dicken Heldinnen begeben, die jenseits von Schönheitsidealen und Diäten existieren.

Wie dicke Frauen in Büchern und Filmen dargestellt werden, hat einen Einfluss darauf, wie dicke Frauen ihre Stellung in der Gesellschaft im realen Leben wahrnehmen. Dass dicke Frauen so selten als Protagonistinnen zu sehen sind, macht etwas mit unserem Selbstwertgefühl (→ Warum du dicke Heldinnen brauchst). Die facettenreichen dicken Charaktere in den folgenden Büchern mit dicken Heldinnen sind hoffentlich nur ein Anfang auf dem Weg hin zu mehr Körpervielfalt in der Literatur.

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Die Heather-Wells-Serie von Meg Cabot

Heather Wells, ehemaliges Popsternen, hat ihre Karriere eingebüßt und an Gewicht zugelegt. Inzwischen arbeitet sie in einem Studentenwohnheim und lebt zur Untermiete bei ihrer heimlichen Liebe, dem attraktiven Privatdetektiv Cooper. Als zwei Studentinnen ums Leben kommen, ist Heather zunächst die einzige, die ein faules Spiel wittert. Sie macht sich auf die Suche nach dem Mörder.

Obwohl Heather immer mal wieder mit ihrem Gewicht und ihrer Vergangenheit hadert, will sie sich nicht verbiegen lassen. Sie lernt, dass dicke Frauen durchaus Mordfälle aufklären und die große Liebe finden können.

„Orangen und Schokolade“ von Amalia Zeichnerin

Sarah, dick und Genießerin, betreibt einen Backblog. Thomas ist Fitnesstrainer und Veganer. Beide begegnen sich in Hamburg und obwohl sie so unterschiedlich zu sein scheinen, entwickeln sich zwischen ihnen Gefühle.

„Orangen und Schokolade“ ist ein Liebesroman über zwei Menschen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Doch über ihre Unterschiede hinweg erkennen sie die Schönheit des anderen – ohne ihn zu ändern. Gegensätze ziehen sich eben doch an.

„Die Schönste aller Frauen“ von Shifra Horn

Ein Orakelspiel verheißt Rosa vier Ehemänner. Den ersten, einen Kinobesitzer, heiratet sie mit 14 Jahren und frönt von da an ihren Leidenschaften: kitschige Liebesfilme und Süßigkeiten. Dies und viele Schwangerschaften führen dazu, dass Rosa immer dicker wird. Doch gerade ihre Leibesfülle macht sie begehrenswert und zur schönsten Frau von Israel. Die Männer kommen und gehen, doch Rosas Liebe gehört vor allem ihrer behinderten Tochter.

In „Die Schönste aller Frauen“ wird Übergewicht nicht als „Liebestöter“ dargestellt, sondern als Symbol der Sinnlichkeit. Der Familienroman erzählt die Lebensgeschichte von Rosa und führt sie zu einem überraschenden Happy End.

„Die dünne Frau“ von Dorothy Cannell

Die übergewichtige Innenarchitektin Elli Simmons wird zu einem Familientreffen auf dem Anwesen ihres betuchten Onkels Merlin eingeladen. Um sich unangenehmen Fragen zu ihrem Liebesleben zu entziehen, mietet sie sich einen „Verlobten“. Prompt stirbt der Onkel und macht Elli und ihren Mietmann zu seinen Haupterben, sehr zum Missfallen der skurrilen Verwandtschaft. Allerdings ist die Erbschaft an diverse Bedingungen geknüpft, unter anderem eine notariell beglaubigte Gewichtsreduktion Ellis und das Auffinden eines versteckten Schatzes in Onkel Merlins Schloss.

„Die dünne Frau“ ist eine kuriose Geschichte, die sich von der Familiensaga zur Kriminalkomödie entwickelt. Elli lernt, dass Abnehmen eben doch nicht alle Probleme löst. Trigger: Diäten, Abnehmen und gängige Schönheitsideale.

„Barbies Vernichtung“ von Eleni Dafnidi

Thenia, Studentin, Anfang 20, isst gerne, viel und genussvoll. Auch als sie ihren Traummann kennenlernt, kann sie nicht von den Leckereien lassen. Muss sie denn überhaupt ihren Körper ändern oder muss einfach Barbie, der Inbegriff des gängigen Schönheitsideals, vernichtet werden?

„Barbies Vernichtung“ ist ein flottes Liebesspiel voller Verstrickungen, Missverständnisse und Gefühle um eine Frau, die den Genuss liebt.

„Die Musik der Wale“ von Wally Lamb

„Die Musik der Wale“ erzählt die berührende und tragische Lebensgeschichte der Anti-Heldin Dolores Price. Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat und die Mutter psychisch verfällt, nimmt Dolores stetig an Gewicht zu. Auf der Suche nach Liebe gerät sie an einen Mann, der sie ausnutzt. Erst langsam beginnt diese entwurzelte Frau, sich aus ihrem eigenen Gefängnis zu befreien.

„Die Musik der Wale“ ist ein Buch, das in Tiefen vordringt, eine sensible Charakterstudie über eine vom Schicksal gebeutelte Frau, die dennoch ihren Lebensmut nicht verliert.

Die Wuchtbrummen-Serie von Tatjana Kruse

Die Wuchtbrumme ist – wie ihr Name schon sagt – eine dicke Frau, dazu noch vorlaut und politisch unkorrekt, ein Alt-Girlie mit Kodderschnauze. Sie lässt kein Fettnäpfchen aus. Auch nicht, als sich in ihrem schwäbischen Umfeld kuriose Morde zu häufen beginnen.

Die Wuchtbrumme konzentriert sich darauf, die Morde aufzuklären – und bleibt dabei ganz sie selbst. Keine Diät notwendig.

„Venus in echt“ von Rhea Krčmářová

Romy Morgenstern ist dick und voller Selbstzweifel. Das führt dazu, dass sie den Mann ihrer Träume verliert – an eine Frau, die dicker ist als sie. Statt sich nun aber Diäten ans Bein zu binden, macht sich Romy auf die Suche nach ihrem Selbstvertrauen. Sie versucht sich unter anderem als Burlesque-Tänzerin und Model und lässt sich auf erotische Abenteuer ein.

Dicke Frauen haben Sex, und zwar richtig guten. „Venus in echt“ erzählt eine body-positive Geschichte in einer körperzentrierten Gesellschaft. Die dicke Heldin Romy unterwirft sich nicht dem derzeitigen Schönheitsideal, sondern entwickelt ihre eigene Stärke und erkundet die Liebe jenseits von Schlankheitsnormen.

Die Corinna-Chapman-Serie von Kerry Greenwood

Corinna Chapman war früher einmal schicke Anwältin im Nadelstreifenkostüm. Heute geht sie ihrer wahren Leidenschaft nach und betreibt einen kleinen Backshop in Melbourne. Seitdem freut sie sich auch über jedes ihrer Pfunde. Doch als das Lebensglück durch Drohbriefe gestört wird, mutiert Corinna zur Detektivin und macht sich auf die Suche nach dem Übeltäter.

Corinna Chapman ist eine dicke Heldin, die bereits Frieden mit ihrem Körper geschlossen hat, weil sie ein rundum glückliches Leben führt. Dieses Lebensglück verteidigt sie mit Witz und Charme.

Die Ælon-Trilogie von Dane Rahlmeyer

Kriss Odwin ist pummelig, aber bereits mit 16 Jahren eine herausragende Archäologin. Sie begibt sich auf die Suche nach Artefakten aus dem Zeitalter des Ælon. Mit dieser geheimnisvollen Energie haben Zivilisationen vor über 4.000 Jahren fliegende Paläste, beseelte Maschinen und unglaubliche Waffen gebaut. Kriss‘ Mutter ist vor Jahren bei einer Expedition verschollen, so dass ihr Abenteuer auch eine Reise zu ihren eigenen Wurzeln wird.

Kriss Odwin gehört einer sehr seltenen Gattung an: dicke Protagonistin in einer Fantasy-Saga. Dabei wird ihr Gewicht immer wieder thematisiert, aber nie zum Hauptgegenstand oder gar einer Vorlage für Body Shaming (→ Was ist Body Shaming?).

Die Savannah-Reid-Serie von G.A. McKevett (Englisch)

Nachdem Savannah Reid wegen ihrer üppigen Figur aus dem Polizeidienst entlassen wird, sattelt sie kurzerhand auf Privatdetektivin um. Mit dem schwarzen Gürtel in Karate und ihrer Beretta immer in Griffweite löst sie jeden Fall, den man an sie heranträgt. Seit 1995 erzählt die Autorin G.A. McKevett die Geschichte der dicken P.I. fortwährend weiter.

Savannah Reid gehört zu den ausgefallensten dicken Heldinnen, denn sie ist keiner dieser übersprudelnd witzigen Charaktere, die Dicken so gerne zugeschrieben werden. Savannah ist stark, engagiert und führt mit ihrer Detektei ein erfolgreiches Geschäft.

Die erste dicke Superheldin: Faith Herbert

Wie so viele Superheld_innen hat Faith Herbert ihre Eltern früh verloren. Sie flüchtet sich in eine Fantasiewelt aus Comics, SciFi und Joss-Whedon-Serien, bis sie selbst zur Superheldin wird. Als Zephyr verfügt Faith über die Fähigkeit der Telekinese und kann fliegen.

Comicbücher mit Faith Herbert erfreuen sich größter Beliebtheit. Die erste Plus-Size-Superheldin der Welt ist nicht „nur“ kurvig, sondern eine dicke Frau, die ihren Alltag meistert, nebenbei die Welt rettet und darüber hinaus eine klischeefreie Liebe findet. Leider sind die Geschichten um Zephyr in Deutschland nur schwer erhältlich. Fragt am besten den_das Comic Book Guy_Girl eures Vertrauens. Übrigens: Es ist eine Filmadaption der dicken Superheldin geplant.

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Dicke Protagonistinnen in Büchern gibt es selten. Dicke Frauen treten, wenn überhaupt, als lustige Sidekicks oder für Männer dauerdiätende Selbstzweiflerinnen auf. Keine guten Identifikationsfiguren. Deshalb hat Marshmallow Mädchen sich in verschiedenen Genres auf die Suche nach Büchern mit dicken Heldinnen begeben, die jenseits von Schönheitsidealen und Diäten existieren.

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Titelfoto: Sharon McCutcheon on Unsplash

Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Die Auswahl und Zusammenstellung erfolgte aufgrund der Recherchen von Marshmallow Mädchen zu diesem Thema.

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