Schubladendenken – Warum denken wir in Schubladen?

Schubladendenken - Warum denken wir in Schubladen?


Selbstbewusstsein stärken

Schubladendenken befördert Vorurteile und Klischees. Details werden übersehen und Menschen verlieren ihre Facetten in Schubladen. Die Dicken-Schublade lässt keinen Platz für Glück, Zufriedenheit oder Gesundheit. Warum denken wir in Schubladen?

Schubladendenken befördert Vorurteile und Klischees. Details werden übersehen und Menschen verlieren ihre Facetten in Schubladen. Die Dicken-Schublade lässt keinen Platz für Glück, Zufriedenheit oder Gesundheit. Warum denken wir in Schubladen?

Ich kann es wirklich nicht leiden, wenn jemand versucht, mich in eine Schublade zu stecken. Einige Zeit habe ich sogar selbst versucht, Schubladen für mich zu finden, damit ich endlich auch zu dem anderen Schubladenvolk gehören konnte und nicht immer vor dem Schrank stehen musste. Die Wahrheit, die ich daraufhin erkannte, war, dass es für mich keine Schublade gibt.

Warum denken wir in Schubladen?

Tatsache ist, dass Menschen in Schubladen denken müssen. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, Informationen einzeln zu verarbeiten. Deshalb gruppiert es Ähnliches, um schneller auf Gemerktes zurückgreifen zu können. Ganz schön schlau, ne? Unser Gehirn arbeitet also mit einer Ordnerstruktur. Das kennen wir alle vom Computer, der ja letztlich nur ein Abbild des menschlichen Gehirn ist.

Alle Ordner werden fein säuberlich beschriftet, damit wir wissen, was drin ist. Das Problem ist nur, dass mit einer einzigen Überschrift viele Details verloren gehen. Wenn wir die Ordner nicht immer wieder aufklappen und durchforsten, haben wir schnell vergessen, welche Unterordner und einzelnen Dateien vorhanden sind. Wir sehen nur noch den übergeordneten Ordner - oder eben die Schublade.

Schubladendenken: Vorurteile und Klischees

Schon in meiner Jugend war ich ein Außenseiter, weil ich partout in keine Schublade passen wollte - außer in die Sonstige-Schublade, da, wo all die Gummibänder mit allerhand Kladderadatsch zwischen Brotkrümeln verknotet liegen. Zu meinem damaligen Leidwesen habe ich auch selbst keine Schublade gefunden, in die ich wollte. Das war mir immer alles zu eingeschränkt (= Schrank). Mich haben Teile einer Schublade interessiert, zum Beispiel die Unterordner "Mode" oder "Musik" einer bestimmten Szene. Aber dann fand ich auch Mode und Musik in 15 anderen Schubladen spannend und zu mir passend.

Automatisch bin ich natürlich in der Dicken-Schublade gelandet, die ich durchaus als Teil meiner Selbst anerkennen kann. Nur gefiel mir der Schrank nicht, in dem die Dicken gelagert wurden. Die Nachbarschubladen waren nämlich "Faulheit", "Ungepflegtheit" und ähnlich windige Gesellen (→ Warum Body Positivity nichts mit Gesundheit zu tun hat). Da konnte ich mich also auch nicht heimisch fühlen. Mit der Plus-Size-Bewegung und Body Positivity (→ Was ist Body Positivity?) bekommt die Dicken-Schublade mittlerweile glücklicherweise auch positivere Gesellschaft.

Schluss mit Schubladendenken!

Neulich fragte mich jemand, ob ich ein Zebra oder ein Löwe sei. Offensichtlich teilen Menschen andere Menschen auch in Tierkategorien ein, wobei das Zebra die Beute und der Löwe der Jäger ist. Warum kann ich nur ein Tier sein? Warum kann ich nicht beide sein und viele andere auch? Manchmal bin ich Beute und lasse mich jagen, manchmal bin ich Jäger und gnadenlos zielorientiert. Entweder also ich lasse mich gar nicht auf die Zebra-Löwe-Klassifikation ein und bin nichts von beidem oder ich bin beides. Meine Antwort lautete deshalb folgerichtig: "Ich bin ein Eulenschaf." Christian Morgenstern wäre stolz auf mich (→ Öfter mal Konventionen brechen).

Auch wenn wir in Schubladen denken müssen, weil wir nun mal so gepolt sind, sollten wir nicht vergessen, sie ab und zu mal aufzumachen und auszulüften und zu schauen, ob die Ordner-Beschreibung noch mit dem Inhalt übereinstimmt oder wir unsere Schubladen differenzierter gestalten sollten (→ Warum es gut ist, weniger zu wollen).

In welche Schublade gehörst du? Wann geht dir Schubladendenken besonders auf den Keks? Diskutier mit ↓

Titelfoto: Unsplash / Rosan Harmens

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