Produktiv durch Prokrastination (Anti-Perfektionismus)

Produktiv durch Prokrastination


Gesundes Leben

Es ist nicht immer die klügste Vorgehensweise, sich die schwerste Aufgabe als erste vorzunehmen. Einfach mal zu machen, was Spaß macht, kann auch sehr produktiv sein. Ein Hoch auf die Prokrastination!

Produktiv durch Prokrastination: Es ist nicht immer die klügste Vorgehensweise, sich die schwerste Aufgabe als erste vorzunehmen. Einfach mal zu machen, was Spaß macht, kann auch sehr produktiv sein.

Zugegeben, für wirklich unangenehme Tätigkeiten mag es die beste Strategie sein, sie sofort aus dem Weg zu räumen (damit man sie überhaupt erledigt). Briefe an Behörden, Bewerbungsschreiben und Steuererklärungen hat man dann hinter sich. Aber für andere Aufgaben, auf die man keine Lust hat, kann es sich als hilfreich erweisen, sie zu verschieben, um sie schnellstmöglich fertig zu bekommen.

Diese paradox klingende Vorgehensweise versuche ich mehr und mehr in mein Leben zu integrieren. Denn eine Aufgabe, die mit Lust und Optimismus erledigt wird, ist eine schnell erledigte Aufgabe. Das Zauberwort heißt Prokrastination.

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit

Ja, Aufschieberitis kann helfen, etwas gebacken zu bekommen - wenn sie konstruktiv ist (→ Warum es gut ist, weniger zu wollen). Man kann nämlich eine unangenehme Aufgabe aufschieben, indem man sich einer angenehmen zuwendet.

Nein, schreit da das Gewissen! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Fakt ist: "Normale" Prokrastination ist vollkommen unproduktiv. Du verzögerst eine unangenehme Aufgabe, indem du schläfst, fernsiehst, isst. Das schlechte Gewissen lässt nicht zu, dass du irgendetwas anderes Produktives tust. Das darfst du nämlich nicht, bevor die böse Aufgabe erledigt ist. Schlafen, essen und fernsehen sind ja auch Grundbedürfnisse, die sofort gestillt werden müssen...

Konstruktive Prokrastination

Das ist eine Möglichkeit, aber hier ist eine andere: konstruktive Prokrastination (→ Öfter mal Konventionen brechen). Ersetze eine ungeliebte Aufgabe durch eine schöne, etwas, auf das du richtig - oder zumindest mehr - Lust hast, was aber auch auf deiner To-do-Liste steht. Du wolltest morgen einen Kuchen mit ins Büro nehmen und dafür heute Abend backen? Tu es jetzt. Dir schwirrt schon seit Tagen ein tolles Thema für einen Text, ein Foto, ein Bild im Kopf herum, aber eigentlich müsstest du erst XY machen? Kreiere jetzt. Du willst heute Abend deine Fingernägel lackieren und freust dich schon richtig drauf? Mach es jetzt. (→ Warte nicht auf schlanke Zeiten)

Eine kleine Sache geschafft zu haben, ist besser, als eine große nie begonnen zu haben | Zitat | Body Positivity und Selbstliebe | Prokrastination und Anti-Perfektionismus | Marshmallow Mädchen

Aber was ist dann mit der bösen Aufgabe, die erledigt werden muss? Die wartet auf dich, keine Sorge. Wenn du jedoch zunächst eine schöne Aufgabe erledigst, wirst du dich gut fühlen - weil du etwas fertig bekommen hast und weil es etwas war, was du wirklich machen wolltest (→ Mehr Selbstliebe durch Selfcare). Dann gehen einem andere Dinge auch gleich viel leichter von der Hand.

Produktiv durch Prokrastination

In meinem Beruf schreibe ich viel. Manchmal will mir aber nichts einfallen oder ein Thema inspiriert mich einfach nicht. Vielleicht habe ich mich in die Aufgabe reinreden lassen, vielleicht ist mein Schreibnerv auch einfach überlastet. Wenn ich die Aufgabe nun prokrastiniere, tue ich den ganzen Tag nichts - und ich meine das wörtlich. Ich schaffe es nicht einmal, die Geschirrspülmaschine auszuräumen, weil der böse Text zuerst erledigt werden müsste. Irgendwann gehe ich unzufrieden ins Bett und habe am nächsten Tag doppelt so viel zu tun.

Frage ich mich aber nach einer konstruktiven Prokrastination, also: "Was steht auf meiner To-do-Liste, das ich gerne machen möchte?", dann hat es sich erwiesen, dass die böse Aufgabe danach oftmals keine böse Aufgabe mehr ist. Meine Gedanken sind frisch, ich hatte Abwechslung, ich bin stolz, weil ich schon etwas geschafft habe, und fühle mich gut, weil ich etwas Schönes getan habe (→ Sei lieb zu dir!). Deshalb ist dieser Artikel entstanden.

Was hältst du von konstruktiver Prokrastination? Diskutier mit ↓

Titelfoto: Jakob Owens on Unsplash

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2 Comments on “Produktiv durch Prokrastination (Anti-Perfektionismus)

  1. Interessante Ansicht muss ich sagen :-D. Bei mir hat es sich in den letzten Wochen allerdings als sehr produktiv erwiesen, die schlimmste Aufgabe zuerst zu erledigen, da mir dann die kleineren leichter fallen. Trotzdem verstehe ich deine Ansicht und ich denke, wenn man dann andere (schöne) Aufgabe zuerst erledigt, gibt das der Motivation für die größeren Aufgaben auf jeden Fall einen Schub :-). Was sich bei mir auch sehr positiv erwiesen hat ist, dass ich auf meine To-Do-Liste auch schöne Sachen aufschreibe.Also nicht nur die „Arbeiten“, sondern auch sowas wie „Nägel lackieren“ oder „Freundin anrufen“. So lässt es sich auch viel besser abarbeiten und die To-Do-Liste ist auch keine „Böse Arbeitsliste“ mehr, wenn du verstehst was ich meine. =)
    Liebe Grüße,
    Cindy ❤

    1. Liebe Cindy,
      vielen Dank, dass du deine Einstellung zum Thema hier teilst!
      In dem Artikel habe ich es auch so beschrieben, dass wirklich „schlimme“ Aufgaben am besten gleich erledigt gehören. Mir geht es bei der produktiven Prokrastination um lästige Aufgaben, Dinge, für die einem die Motivation fehlt und die einen dann zu oft in die Bewegungslosigkeit führen.
      Eine sehr schöne Idee, schöne Aufgaben, auch auf die To-do-Liste zu schreiben!
      Alles Liebe
      Kathrin | Marshmallow Mädchen

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