Gefängnis der Schönheitsideale


Body Positivity

Unsere Gesellschaft ist besessen von Schlankheit und Jugend - so sehr, dass sie unerreichbare Ideale erschafft. Manch Ewiggestrige wollen das alles noch auf Barbie schieben. Aber mit den technischen Fortschritten unsere Zeit haben wir die Plastikpuppen-Ära längst überholt. Jetzt sind die Menschen, die wir in Zeitschriften und auf Werbetafeln sehen, nicht einmal mehr echt. Und wir alle - vor allem Frauen - leiden darunter.

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Bei mir hat es fast 32 Jahre gedauert, um dieses Gefängnis der Schönheitsideale wirklich zu erkennen. Man sagt, wir wüssten doch alle, dass die menschlichen Objekte in Werbeanzeigen mit Photoshop bearbeitet wurden. Aber zwischen wissen und begreifen besteht ein Unterschied, zwischen Perzeption und Kognition besteht ein Unterschied. Geschätze 99 Prozent aller Menschen, die wir in Zeitschriften und auf Werbeplakaten sehen, sind nicht echt.

Schönheitsideale überwinden lernen

Ich wiederhole es für die Kognition: Geschätze 99 Prozent aller Menschen, die wir in Zeitschriften und auf Werbeplakaten sehen, sind nicht echt. Das bedeutet, dass selbst Models - die im Allgemeinen ja als schön gelten - bei genauerem Hinsehen immer noch nicht perfekt, noch nicht genormt genug sind. Wir sehen diese Bilder und wissen, dass sie nicht der Realität entsprechen und trotzdem fühlt sich unser reales Ich unzulänglich.

Das hat natürlich noch einen umgekehrten Effekt: Wer nicht in das Schönheitsideal passt, gilt als hässlich, als nicht so gut, als irgendwie menschlich defekt. Je größer die Abweichung von der Norm, desto fremdartiger wirkt dieser komische Mensch. Nur, alle Varianten, in denen wir Menschen vorkommen - dick, dünn, mit Zahnlücke, Glatze, Falten, grauen Haaren, Reiterhosen, nur einem Bein oder sechs Zehen -, müssen ja von der Natur irgendwie "gewollt" worden sein. Aber der Mensch hat es sich noch nie leicht gemacht, seine Menschlichkeit zu akzeptieren.

Sein eigenes Schönheitsideal finden

Ich war immer moppelig. Aber seltsamerweise geht es mir heute, wo ich dicker bin als früher, besser (→ Wie ich lernte, dick und selbstbewusst zu sein). Nicht weil ich irgendeinem Schönheitsideal entsprechen würde, sondern weil ich mein Ideal endlich gefunden habe - weit weg von dem, was einem gepredigt wird.

Jahrelang habe ich versucht, mich in das gesellschaftliche Ideal hineinzupressen, in dieses Ideal, das nicht nur unerreichbar ist, sondern auch nicht meins (→ Sei dein eigener Standard). Das zuzugeben, ist ja an sich fast schon ein revolutionärer Akt (→ Ich will nicht abnehmen).

Ich weigere mich, meine Pfunde als Schönheitsmakel zu sehen. Ich weigere mich einfach, mich hässlich finden zu müssen, nur weil meine Form nicht der imaginären Norm entspricht (→ Scheiß auf Orangenhaut!).

Weiblichkeit und Schönheitsideale

Auch will ich meinen Körper nicht einem ent-weiblichten Weiblichkeitsideal anpassen. Die Frauen in den Magazinen haben Brüste, aber wo ist ihre Weiblichkeit? Wo sind dicke Hintern und Schenkel, wo weiche Oberarme und Bäuche, wo Dellen und Streifen? Die Körper in Werbeanzeigen wirken wie Plastik.

Die Natur hat Menschen weich gebaut. Das empfindet vielleicht nicht jeder als fair, weil eben nicht jeder Orangenhaut oder Winkearmen etwas abgewinnen kann, aber es ist unsere natürliche Körperlichkeit, die sich nur durch unnatürliche Eingriffe von außen verändern lässt (wie OP oder Photoshop). (→ Diese Dinge sage ich mir, wenn ich meinen Körper scheiße finde)

Ist das ein Plädoyer für Übergewicht (wie es body-positiven Menschen oft vorgeworfen wird)? Nein. Es ist ein Plädoyer für die Anerkennung der Vielfältigkeit und für die Anerkennung des Selbst (→ Body Positivity vs. Übergewicht verherrlichen).

Du kannst deinen Hintern vielleicht trainieren und wenn du an Masse abnimmst, nimmt auch er ab. Aber wenn du im Vergleich zum Rest deines Körpers ein kräftiges Hinterteil hast, wist du immer ein kräftiges Hinterteil im Vergleich zum Rest deines Körpers haben. Wäre es nicht viel einfacher, dich zu akzeptieren, wie du bist, anstatt verzweifelt und vergeblich zu versuchen, etwas Unveränderliches zu verändern?

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Titelfoto: Gratisography (CC0)

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